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1949 wurden zwei Staaten auf deutschem Boden gegründet. Die demokratische und westlich orientierte Bundesrepublik Deutschland strebte von Anfang an die Wiedervereinigung an und erkannte die sozialistische DDR nicht an. Bis 1969 verfolgte man den Ansatz, dass nur die Bundesrepublik die Deutschen und Deutschland international vertreten dürfe.

 

Videodokumentation

 

 

Literatur zu den Deutsch-Französischen Beziehungen

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Überblick

  • Datum: 1949 – 1969
  • Ort: Deutschland
  • Beginn: Öffentliche Erklärung des Alleinvertretungsanspruchs
  • Ende: Ostpolitik Brandts

 

Wesentlich Beteiligte

  • Bundesrepublik Deutschland
  • Deutsche Demokratische Republik
  • Diplomatische Partner der Bundesrepublik & der DDR
  • Walter Hallstein (17. Nov. 1901 – 29. März 1982), 1951 – 1958: Staatssekretär im Auswärtigen Amt
  • Wilhelm Greve (16. Okt. 1911 – 11. Jan. 2000), Leiter der politischen Abteilung / Verfasser

 

Hintergrund

  • Ost-West-Konflikt & Kalter Krieg
  • De facto sind zwei deutsche Staatsgebilde entstanden:
  • Bundesrepublik verfolgt das Ziel eines freien, geeinten & souveränen Deutschlands
  • DDR verfolgt das Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung auf deutschem Boden

 

Verlauf

  • 1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland
  • 21. Okt. 1949: Vor dem Bundestag betont Adenauer den Alleinvertretungsanspruch der Bundes-republik legitimiert durch freie Wahlen
  • 03. Okt. & 23. Okt. 1954: Auf der Neunmächtekonferenz & der Pariser Konferenz akzeptieren die westlichen Verbündeten den Alleinvertretungsanspruch
  • 08. – 13. Sep. 1955: Nach Adenauers Verhandlungen in Moskau werden diplomatische Beziehungen mit der UdSSR aufgenommen
  • 23. Sep. 1955: Formulierung der Hallstein-Doktrin durch W. Grewe: Diplomatische Beziehungen von Drittstaaten zur DDR werden als unfreundlicher Akt gesehen & haben den Abbruch der eigenen diplomatischen Beziehungen zur Folge
  • Dez. 1955: Verkündung der Hallstein-Doktrin auf Botschafterkonferenz
  • 1957: Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien
  • 1963: Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Kuba
  • 1965: Einstellung der Entwicklungshilfe an Ägypten, nachdem Nasser Ulbricht wie einen hohen Staatsgast empfängt
  • 1967: Geburtsfehlertheorie, nach der SU-Satteliten-Staaten sich gegen die Anerkennung der DDR nicht wehren konnten
  • 1967: Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Rumänien
  • 1968: Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien
  • 1969: Brandts „Neue Ostpolitik“ („Wandel durch Annäherung“) beendet den Alleinvertretungsanspruch & die Hallstein-Doktrin (formalisiert im Grundlagenvertrag, 1972)

 

Folgen

  • Aufgabe des Alleinvertretungsanspruches & der Hallstein-Doktrin zu Gunsten der "Neuen Ostpolitik" (1969 – 1973)
  • Im Vergleich zur DDR größerer diplomatischer Einfluss der Bundesrepublik
  • Geringe Basis für einen deutsch-deutschen Dialog / Dialog mit dem Ostblock
  • Betonung des deutschen Einigungs- & Souveränitätswillen (unter bundesdeutscher Führung)